Kettenfett im Kirchenraum

Erster Fahrrad-Reparatur-Tag in der Wüste ein voller Erfolg

Kirchenstühle raus, Fahrräder rein, hieß es am 7. April 2018 in der Landeskirchlichen Gemeinschaft (LKG) an der Langen Straße in Osnabrück. Gemeinsam mit der Wüsteninitiative richtete die LKG den ersten Fahrrad-Reparatur-Tag in der Wüste aus: „Wir bringen unsere Erfahrungen aus den Repair-Cafés für Kleingeräte ein, die regelmäßig in unserem Bürgertreff stattfinden, die LKG stellt die Räumlichkeiten. Gemeinsam haben wir die Werbetrommel gerührt, die Kuchentafel bestückt und die fachkundigen Helfer organisiert“, erklärt Wolfgang Timm von der Wüsteninitiative.

Ein gelungenes Konzept!

Das Konzept ging auf: „In zweieinhalb Stunden haben wir 33 Räder repariert!“ Zeitweise bildete sich eine Fahrradschlange am Eingang zu dem Saal, in dem sonst auch die Gottesdienste der LKG stattfinden. An fünf Plätzen waren bis zu elf ehrenamtliche Helfer am Werk. Einige von ihnen kamen extra aus Belm. Auch ein Profi, der in der Nachbarschaft seine Werkstatt betreibt, stellte Ersatzteile und Know-how zur Verfügung. „Mit so viel Ansturm haben wir nicht gerechnet“, strahlte Silvia Nicolai, Vorsitzende der LKG.

Ressourcen schonen, einander unterstützen, nachbarschaftliches Kennenlernen – die gemeinsamen Ziele der Organisatoren wurden nicht nur erreicht, sondern sogar übertroffen: „Wir konnten nicht nur vielen Radlern helfen, es haben sich auch tolle Gespräche und Kontakte ergeben“, freuten sich die Beteiligten. Bei strahlendem Wetter zum Auftakt der Radsaison kamen nicht nur viele „Wüstenbewohner“, sondern sogar Hilfesuchende aus Wersen und Hasbergen. Ihr Feedback war durchweg positiv. Kommentare wie „sehr gute Aktion“, „Helfer und Akteure sehr kompetent und freundlich. Danke!“ oder „alles super, sehr lehrreich“ und „habe was gelernt, komme gern wieder“, zeigen, dass die Hilfe zur Selbsthilfe gut angenommen wird.

Neuauflage im Herbst geplant!

Am Ende eines langen Schrauber-Nachmittages waren sich die Organisatoren einig: „Das machen wir wieder!“ Der zweite Fahrrad-Reparatur-Tag in der Wüste soll im Herbst stattfinden – rechtzeitig zum Start in die dunkle Jahreszeit.

Streiflichter zur diesjährigen Vertreterversammlung in Hannover

„Damit die Kirche bei Troste bleibe, solle sie den Heiligen Geist nicht vergessen."  Mit diesen Worten stieg Pastor Henning Dobers in das Impulsreferat der diesjährigen Vertreterversammlung des Hannoverschen Verbandes Landeskirchlicher Gemeinschaften im Evangelischen Treffpunkt in Hannover-Vahrenwald ein. Mehr als hundert Delegierte aus Niedersachsen und Bremen lauschten dem anregenden Vortrag des Vorsitzenden der Geistlichen Gemeinde-Erneuerung (GGE), einer Initiative innerhalb der Evangelischen Kirche Deutschlands.

Henning Dobers betonte in seinem Vortrag, dass die Evangelische Kirche in Deutschland aus kirchengeschichtlichen Gründen gegenüber der dritten Person der Trinität Zurückhaltung übe, die aber überwunden werden müsse. Denn „wir Christen kommen gar nicht ohne das Erfüllt sein mit dem Heiligen Geist aus“ betonte er. „Wir können in unseren Gemeinden zwar viel ohne den Heiligen Geist veranstalten, es ist aber die Zeit gekommen, wieder in der Kraft des Heiligen Geistes Christi zu sein. Wir brauchen für unseren Dienst in der Welt die Kraft aus dem Himmel (Apg. 1,8). Denn schließlich ist es der Heilige Geist, der Frucht bewirkt und Gaben für einen vollmächtigen Dienst in der Gemeinde gibt.“

Am Ende seines Vortrags gab Henning Dobers den Delegierten zwei Fragen mit auf den Weg: Wie könnte die »Willkommenskultur« für den Heiligen Geist in meiner Gemeinschaft konkret aussehen? Wo wünsche ich mir ein geistliches Erwecktwerden in meinem Leben?

Der Vorsitzende des HVLG, Pastor Georg Grobe betonte in seinem Bericht, er habe schon in vielen Vorständen mitgearbeitet, aber mit besonderer Vorliebe tue er das beim HVLG. Aus diesem Grund fiel es ihm im Verlauf der Sitzung nicht leicht, Frau Helga Piontek als Vorstandsmitglied aus dem Vorstand verabschieden zu müssen. Frau Piontek kandidierte nach langjähriger, treuer Mitarbeit nicht mehr. Umso mehr freute es ihn, dass Frau Christel Paladey und Herr Eckhard Wendlandt sich bereit erklärten, dem Vorstand eine weitere Legislaturperiode anzugehören. Beide wurden durch die Vertreterversammlung wiedergewählt.

Ferner beschäftigt Georg Grobe sich gegenwärtig mit der Schärfung des Profils der Landeskirchlichen Gemeinschaften bzw. mit der Beschreibung einer Standortbestimmung innerhalb der kirchlichen Landschaft. Seine Gedanken dazu formulierte er in einem Impulspapier für das weitere Nachdenken in den Gemeinschaften.

Inspektor Gerhard Stolz nutzte seinen Bericht, um den Delegierten auch von hoffnungsvollen Neuaufbrüchen in Gemeinschaften zu berichten. „Plötzlich wächst Neues in Gemeinschaften.“ sagte er und nannte Beispiele: In einer überalterten Gemeinschaft kommt eine Christin dazu, die ein Herz für Migrantenarbeit mitbringt. Schließlich blüht nach Jahrzenten des Stillstands auf einmal diese Landeskirchliche Gemeinschaft auf. Begeistert berichteten ihm ältere Geschwister: „Menschen sind da und wir sind für sie da“. Eine andere Gemeinschaft reformierte ihren Gottesdienst. Unter anderem legte sie die Gottesdienstzeit auf 10:30 Uhr. Seitdem erlebt sie einen Besucherboom im Gottesdienst. An anderer Stelle entsteht nach Jahren der Stagnation plötzlich eine EC-Jugendarbeit durch Jugendliche des Ortes, die durch EC-Freizeiten inspiriert wurden. „Gott tut etwas“ betonte Gerhard Stolz, „was wir dankbar und demütig zur Kenntnis nehmen dürfen“.

Schließlich lud er alle zum kommenden „Evangelischen Congress“ in Celle ein, der am 10. Juli 2018 unter dem Thema »Zum Wohl« stattfinden wird. Es gibt einen erfrischenden Gottesdienst mit der Landessuperintendentin Frau Dr. Petra Bahr, einer erquickenden Mittagspause mit einem Mitmachzirkus, sowie quellfrische Seminare, sprudelnde Impulse, außerdem einen quicklebendigen Kindertag und einen belebenden Gottesdienst für Teens. Das ausführliche Programm finden Sie auf unserer Congress-Website

G. Stolz führt M. Senner einMichael Senner ist neuer Gemeinschaftspastor
in Bremen-Walle 

Am 4. März 2018 wurde Michael Senner als Gemeinschaftspastor der Landeskirchlichen Gemeinschaft Bremen in sein Amt eingeführt. Wir wünschen ihm Gottes Segen für seine neue Aufgabe. 

Michael Senner (Jahrgang 1965) war zuvor fast 20 Jahre Inspektor des Ostfriesischen Gemeinschaftsverbandes.